Immer wieder hört man in diesen Tagen, die SPD müsse „eine durchgehende Geschichte erzählen können, die für die Menschen nachvollziehbar ist“. Ist das Problem eine fehlende „Geschichte“? Vielleicht ist es eher so, dass die SPD ihre eigene, langjährige Geschichte vergessen hat. Sozialdemokraten haben sich immer für mehr Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit engagiert und sind dafür zeitweise auch verfolgt worden. Werte, die heute auch noch gelten. Werte, die nur durchsetzbar sind in einer Gesellschaft, in der das Gemeinwohl einen hohen Stellenwert hat. Das unterscheidet uns von Konservativen und Neoliberalen, denen dasWeiterlesen
In diesen Tagen positionieren sich viele SPD-Spitzenpolitiker*innen mit dem Ruf „Wir haben verstanden“. Einige waren sogar so schnell, dass sie schon am Wahlabend wussten, was die SPD-Mitgliedschaft will: keine große Koalition. In Nordrhein-Westfalen befragte man dann per E-Mail etwa 30 000 Mitglieder und bat sie um Rückmeldung, was ihnen denn wichtig ist. Andere aus der Parteispitze schrieben Papiere, was denn alles falsch gelaufen ist. Der Vorsitzende und Spitzenkandidat Martin Schulz gab tiefe Einblicke in seinen Wahlkampf und verhedderte sich im Kampf um Einfluss und Positionen. Die Mehrheit der Partei wirdWeiterlesen
„EINE PARTEI, DIE NICHT IN DER LAGE IST, DISKUSSIONEN IN DER GESELLSCHAFT ZU VERFOLGEN UND ZU ÜBERPRÜFEN, OB DIE ZUR PROGRAMMATIK PASSEN ODER NICHT – DIE HAT DEN KONTAKT ZUR GESELLSCHAFT VERLOREN UND VERKÜMMERT“ An dieser Stelle dokumentieren wir Auszüge des Streitgesprächs „Nach der Bundestagswahl: Die Rolle der politischen Parteien heute“, das – moderiert von Ute Lange, i3kommunikation – im Rahmen der 40-Jahrfeier des Willi-Eichler-Bildungswerks am 4. Oktober 2017 in Köln stattfand. Die Podiumsteilnehmenden waren: Mike Groschek, Vorsitzender der nordrhein-westfälischen SPD Dr. Gero Neugebauer, Politikwissenschaftler und Parteienforscher Sara Tewelde-Negassi, BeisitzerinWeiterlesen
Die SPD hat in ihrer Wahlgeschichte Pleiten wie Erfolge erlebt, letztere allerdings seltener. Aber auch wenn sie nicht als Siegerin abschnitt, sondern nur Zweite wurde, gelang es ihr, an die Macht zu kommen. So 1969, als zwar die Union mit 46,1 Prozent Wahlsiegerin wurde, aber die SPD als Zweitplatzierte (42,7%) eine Machtperspektive erkannte und mit der FDP (5,8%) eine Koalition vereinbarte, die bis 1982 regierte. Willy Brandt trat 1969 zum dritten Mal wieder als Kandidat an und repräsentierte damit ein langfristiges Personalangebot. Damit dürfte er rückblickend außer Gerhard Schröder, KandidatWeiterlesen
Warum finden die Rechtspopulisten gegenwärtig so großen Zuspruch? Viele Menschen sehen ihr Bedürfnis nach Orientierung durch die Politik nicht mehr erfüllt. Abhilfe schaffen könnte eine direkte Einbindung der BürgerInnen in politische Entscheidungsprozesse. Den kompletten Bericht lesen… Von Marian SchreierWeiterlesen