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FLUCHT UND ASYL

DEUTSCHLAND IM HERBST 2015:
ZWISCHEN WILLKOMMENSKULTUR
UND ABSCHOTTUNG

Seit Monaten kommen sie zu Tausenden in Bayern über die Grenze, zumeist Flüchtlinge aus den Bürgerkriegsgebieten im Nahen Osten. Sie haben den langen, beschwerlichen und gefährlichen Weg der Balkanroute hinter sich gebracht und ihr Ziel nun endlich erreicht: Deutschland. Insgesamt werden laut neuester Schätzungen in diesem Jahr über eine Million Flüchtlinge erwartet. Zweifelsohne bedeutet eine solch intensive Zuwanderung in kurzer Zeit eine große Herausforderung für die Politik und die Gesellschaft. In beiden Fällen, politisch wie gesellschaftlich, sind ambivalente Tendenzen im Umgang mit der Flüchtlingssituation zu beobachten. Die Bilder vom Münchener Hauptbahnhof gingen um die Welt: Die ankommenden Flüchtlinge wurden von einer applaudierenden Menschenmenge empfangen, eine große Geste der Willkommenskultur. Zivilgesellschaftliche Organisationen, die Kirchen und die Gewerkschaften, aber auch vor allem kleine lokale – oft über das Internet organisierte – Initiativen nehmen sich der humanitären Aufgabe da an, wo staatliche Strukturen an ihre Grenzen stoßen. Das ist das „helle Deutschland“, von dem Bundespräsident Gauck in seiner Rede zur deutschen Einheit sprach. Doch es gibt auch die dunklen Seiten der Fremdenfeindlichkeit, des Rassismus und der rechtsextremen Gewalt gegen Flüchtlinge…

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Von Marco Jelic und Timo Karl
Doktoranden der Politischen Wissenschaft an der Universität Bonn.

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