ZWISCHEN PESSIMISMUS DES VERSTANDES UND OPTIMISMUS DES WILLENS

WIE GELINGT EIN EUROPÄISCHER AUFBRUCH?
Am 16. Juni 2019 feierte der Philosoph und Soziologe Jürgen Habermas seinen 90. Geburtstag. Die zahlreichen Würdigungen in den Feuilletons anlässlich seines Geburtstags stellten dabei nicht nur sein wirkmächtiges philosophisches Schaffen heraus, sondern sahen in ihm besonders einen die Idee des geeinten Europas leidenschaftlich und über Jahrzehnte hinweg verteidigenden Aufklärer, der sich bis heute immer wieder in den öffentlichen Diskurs einschaltet. Erst vor einem Jahr, am 4. Juli 2018, wurde er mit dem Deutsch-Französischen Medienpreis ausgezeichnet und für sein Engagement für ein demokratisch verfasstes Europa geehrt. Plädierte Habermas in seiner Dankesrede weiterhin dafür, dass internationale Solidarität statt nationalstaatlicher Alleingänge notwendig sei, so richtete er sich auch unmittelbar an den sozialdemokratischen Außenminister Heiko Maas, der die Laudatio hielt, und die gesamte Sozialdemokratie: „Ich bin der Auffassung, dass die politischen Linken und an erster Stelle – es tut mir Leid, Herr Maas – die verzagten sozialdemokratischen Parteien ihre Wähler normativ unterfordern.“ So habe eine Veröffentlichung der Forschungsgruppe von Jürgen Gerhards zur Frage der Solidaritätsbereitschaft in 13 Mitgliedsstaaten der EU gezeigt, dass sich inzwischen nicht nur ein Bewusstsein europäischer Solidarität herausgebildet habe, sondern auch die Bereitschaft europäische Politiken zu unterstützen, die Umverteilung über nationale Grenzen einschließen würde.

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von Hendrik Küpper